Mittwoch, 30. April 2008

Thermoholz

Für alle Naturholzfreunde und alle, die das besondere Etwas suchen: Auf dem Nachhaltigkeitsblog der Möbelmacher bin ich auf das Thema Thermoholz aufmerksam geworden. Eine tolle Möglichkeit, Holz auf natürliche Art und Weise durch Hitze zu behandeln, um es so dunkeln zu lassen - von leicht karamellfarben bis schwarz. Kann ich mir gut im Massivholzküchen-Bereich vorstellen.

Dienstag, 29. April 2008

Astroh wird Plana Küchenland

Das Astroh-Haus in Ludwigshafen wird nun ein Plana Küchenland (Meldung). Beides sind Küchenfachmarktkonzepte - das eine gerade gescheitert, das andere gerade groß am expandieren. Die ehemalige Belegschaft des Astroh Küchenhauses ist offenbar leider nicht eingebunden, in der Pressemitteilung ist nur die Rede von neuen Arbeitsplätzen.

Auf jeden Fall darf man gespannt sein, ob der riesige Anzahlungs- und Insolvenzärger, mit dem sich Astroh von der Küchen-Bühne verabschiedet hat, so schnell vom Verbraucher vergessen wird...

Mittwoch, 23. April 2008

Rabatt-Angebote über Musterküchen

Rabatt-Angebote über Musterküchen sind auch ohne Foto erlaubt - bei -80% ist das wohl meistens besser so ;) Auf der anderen Seite gilt auch bei Musterküchen: Rabatt bedeutet nicht immer preiswert...

Urteil: Küchenlieferung kostenlos...

Eine Kundin hat das Küchenhaus Ihres Vertrauens verklagt, weil sie nicht nur für die Montage, sondern auch für die Lieferung bezahlen sollte - mit Erfolg! Das Gericht urteilte, die Kundin kann annehmen, die Lieferung sei in der Anfahrt des Montage-Teams inbegriffen. Der Küchenhandel wird sicher schnellstens reagieren und auf die Lieferkosten gesondert hinweisen. Dies verdeutlicht aber mal wieder, mit welchen Tricks und Gaunereien zum Teil in der Küchenbranche gearbeitet wird. Oft wird dann natürlich dem Kunden die Schuld zu geben ("Es MUSS ja so billig sein!"). Die Folge wird sein, dass die "Zusatzkosten" zur Küche an sich für den Küchenkäufer noch intransparenter werden. Wer weiß schon vorher, was für die Montage "nach Aufwand" verlangt wird, besonders, wenn dann auch noch die "kostenlose" Lieferung für die neue Einbauküche versteckt werden muss.... Schlaue Kunden kaufen lieber gleich ein "All-Inklusive-Paket" mit Lieferung, Montage und voller Garantie zu Ihrer Küche - und zwar zum Festpreis!

Habe gleich noch ein interessantes, aber älteres Urteil zum Thema Einbauküche gefunden: Die AGB-Klauseln "Verkäufer ist zu vorzeitiger Lieferung berechtigt" sowie der Kaufpreis wird mit Mitteilung, dass "der Vertragsgegenstand zur Abholung bereitsteht fällig" sind unwirksam. Auch hier muss ich die Frage stellen, wie man annehmen kann, dass es sich um ein seriöses, dienstleistungsorientiertes Unternehmen handelt...

Donnerstag, 17. Januar 2008

Bulthaup für Arme

Jetzt gibt es also eine neue Bulthaup-Küche. Nämlich das System b1. Im Gegensatz zum aktuellen System b3, das durchschnittlich 30.000 bis 35.000 Euro kostet, soll das System b1 im Schnitt "nur" 15.000 bis 18.000 kosten. Eine echte "Bulthaup für Arme" also.

Produziert wird die neue Bulthaup aber nicht von Bulthaup, sondern von einem "süddeutschen Möbelhersteller" (siehe Süddeutsche Zeitung). Handelsware sozusagen. Entworfen wurde sie dennoch im Hause Bulthaup, diese Blöße kann man sich nicht geben.

Der Verdacht liegt nahe, dass es sich bei dem süddeutschen Möbelhersteller um einen Süddeutsche Küchenhersteller handelt. Süddeutsche Küchenhersteller gibt es aber nicht so viele. Wer könnte nun DER süddeutsche Küchenhersteller sein, der die "Bulthaup für Arme" produziert? Die Wenigen sind: Leicht, Zeyko, Alno und Schüller.

Leicht? Eher nicht, die Leicht-Küchen sind hochwertig und haben einen entsprechenden Namen, eine echte Markenküche also. Es würde die Marke Leicht-Küchen verwässern, wenn bekannt würde, dass man für einen anderen Hersteller Handelsware produziert.

Zeyko? Eher auch nicht, denn bei Zeyko-Küchen handelt es sich ebenfalls um sehr hochwertige Markenküchen, das paßt wie bei Leicht auch nicht besonders gut zum Markenbild. Besonders stark ist Zeyko im Massivholzbereich, das paßt nicht zur neuen "Bulthaup"-Küche.

Alno? Der Name ALNO ist zwar noch bekannt wie früher, aber ALNO steckt immer wieder in Problemen. Mittlerweile ist ALNO mit dem amerikanischen Billig-Gerätehersteller Whirlpool verbandelt, hat diverse Billigklitschen wie Pino und Wellmann-Küchen aufgekauft und muss es ausbaden, kurz: hat Druck von allen Seiten. Der wirtschaftliche Druck würde wohl dafür sprechen, dass es ALNO sein könnte. Die Größe des Konzerns und die Produkte sprechen aber dagegen: Einerseits gibt es eine eigene, recht hochwertige Markenküche, die es zu erhalten gilt. Andererseits gibt es billigste Ware, die sich in jeder Hinsicht nur schwer zu Bulthaup paßt. Fraglich, ob es Kapazitäten gibt, Bulthaup System b1 zu produzieren und dabei den Ansprüchen an Qualität und Zuverlässigkeit gerecht zu werden. Für mich scheidet ALNO als mutmaßlicher Kooperationspartner in Sachen Markenküche eher aus.

Schüller-Küchen? Ein Hersteller, der qualitativ hochwertige Küchen produziert und wie Bulthaup ein Familienunternehmen ist. Zur Markenküche hat es Schüller aber noch nicht so ganz geschafft. Das liegt vermutlich unter anderem daran, dass Schüller öfters als Handelsmarke vertrieben wird. So bleibt der Name unbekannt. Wie es auch bei der neuen Bulthaup. Auch wenn man es zur Markenküche nicht geschafft hat, zum etwa fünftgrößte Küchenhersteller Deutschlands hat es dennoch gereicht. In dieser Größenordnung ist so ein "kleines" Zusatzgeschäft mit Bulthaup hoch interessant. Würde doch alles gut passen!

Mein Tipp ist Schüller. Dann bliebe Bulthaup immer noch ein bayrisches Produkt. Genug spekuliert - sicher bin ich mir aber, dass es sich ziemlich bald sowieso herumsprechen wird...

Mittwoch, 16. Januar 2008

Christina Aguilera kauft Haus wegen Küche

In Amerika hat sich Christina Aguilera das Haus, besser die Villa von Ozzy Osbourne gekauft. Sie hat sich in die Küche verliebt. Das zeigt zum einen, wie wichtig manchen die Küche ist. Zum anderenen, das ist wohl die eigentliche Besonderheit, hat sie sich nicht "live" vor Ort in die Küche verliebt, sondern über das Fernsehen. Schließlich wurde ja bei der Reality-Soap "The Osbournes" ausgiebig aus dem Osbourne-Anwesen und somit aus der Küche gesendet. "Ich habe mir immer die Küche in der Serie angesehen und sie konnten da sitzen und Zeit verbringen. Das sah wirklich gemütlich aus." (mehr bei Yahoo).

Scheinbar kann man Küchen also auch über das Fernsehen verkaufen. Ganz gut sogar, wenn man bedenkt, dass Frau Aguilera gleich das ganze Haus dazu genommen hat.

In Deutschland
versucht übrigens gerade Michael Marquardt von Marquardt-Küchen, seine "Granit-Küchen" bzw. Granitarbeitsplatten inklusive Geräte als Paket über den Homeshopping-Sender QVC zu vertreiben. Offenbar erfolgreich: Auf der Homepage von Marquard-Küchen ist derzeit zu lesen, dass innerhalb von 26 Minuten 350 Granitarbeitsplatten-Pakete verkauft wurden. Ich gebe aber zu bedenken, dass die Aktion schon vorab massiv beworben wurde. Die Käufer haben nur noch auf die Möglichkeit gewartet, Ihre Bestellung abgeben zu dürfen - der Traum aller Händler... aber ohne Fleiß kein Preis!

Man darf also gespannt sein, wie sich dieser Vertriebsweg zukünftig entwickeln wird. Eines aber ist sicher: Der Küchenfachhandel wird diese Entwicklung auf jeden Fall kritisch verfolgen und der Verbraucher wird noch mehr verunsichert, als es heute schon der Fall ist...